Vita

In meinem Heimatort Oelsnitz / Vogtland begann ich als 7-jähriger Junge an der dortigen Musikschule Trompete zu spielen. Fleissiges Üben, Talent und der oft formulierte Ansporn meiner Eltern: „Junge üb, dann siehst du vielleicht mal die Welt – mit der Musik geht das…“ brachten mich mit 15 Jahren nach Dresden an die Spezialschule für Musik „Carl Maria von Weber“. Dort hatte ich Unterricht bei Peter Lohse, Solotrompeter an der Staatskapelle Dresden. Er blieb auch mein Lehrer während meines anschliessenden Studiums an der Hochschule im Studiengang Orchestermusik, das ich 1993 mit dem Diplom abschloss.

Nach 1989 war die Welt dann ohnehin zugänglich geworden, Musik habe ich trotzdem weiter gemacht und ging 1993 zunächst nach Berlin. An der Akademie für historische Aufführungspraxis hatte ich die Gelegenheit, mich intensiv mit dem Spiel der Barocktrompete auseinander zu setzen. Torelli, Vejvanovsky, Bach und Händel waren mir von zahlreichen Konzerten für Trompete und Orgel schon lange bekannt: Nun ging es also näher an die Quellen! Kurse bei Friedemann Immer, Unterricht bei Edward H. Tarr, Ensembleprojekte mit Robert Hill und Tom Koopmann sowie zahlreiche Stunden in den Archiven der Berliner Staatsbibliothek und im Archiv in Kremsier (Tschechien) gaben mir erste Einblicke. Ebenso die Arbeit im Ensemble Berlin Baroque. Zahlreiche Konzerte, CD-Aufnahmen sowie Editionen beim Verlag Walhall Magdeburg und bei Elisabeth Editionen begleiteten die Zeit in Berlin.

Im Herbst 1999 führte mich mein anhaltender Wissensdurst schliesslich nach Basel zu einem Aufbaustudium für Alte Musik an die Schola Cantorum Basiliensis. Zunächst noch bei Edward H. Tarr und später bei Jean-François Madeuf, konnte ich meine Fähigkeiten auf der Natur-trompete weiter ausbauen und gewann durch die zahlreichen Studien-fächer einen tiefgreifenden Einblick in die historische Aufführungspraxis.